Individuelle Softwareentwicklung

Wenn Standardsoftware nicht passt, bauen wir genau das, was Sie brauchen. Nicht mehr. Und wir sagen Ihnen vorher, wenn Standardsoftware doch reicht.

Der teuerste Satz ist “das können wir uns selbst bauen”

Eigene Software ist selten die erste richtige Antwort. Sie ist die richtige Antwort, wenn drei Dinge zusammenkommen: Der Ablauf ist für Ihr Haus eigentümlich, er ist wirtschaftlich wichtig, und es gibt kein Standardprodukt, das ihn ohne Verrenkungen abbildet.

Fehlt eines davon, ist Standardsoftware fast immer günstiger. Nicht nur beim Kauf, vor allem im Betrieb: jemand anderer pflegt sie, testet sie, hält sie sicher und schult neue Nutzer mit fertigen Anleitungen.

Deshalb ist die erste Frage in jedem Gespräch nicht, was wir bauen sollen, sondern ob wir etwas bauen sollen. Wenn ein Werkzeug reicht, das Sie ohnehin schon lizenziert haben, schreiben wir das so ins Angebot.

Wann eigene Software die richtige Entscheidung ist

  1. Sie zahlen für ein Standardprodukt und benutzen ein Zehntel davon, kämpfen aber täglich mit dem Rest.
  2. Ihr Wettbewerbsvorteil steckt genau in dem Ablauf, den kein fertiges Produkt kennt.
  3. Es gibt ein Altsystem, das noch läuft, für das aber niemand mehr Verantwortung übernimmt. Weder Hersteller noch der frühere Entwickler.
  4. Sie zahlen Lizenzen pro Kopf für Funktionen, die eine Handvoll Leute braucht.
  5. Zwischen zwei Systemen sitzt eine Person, die von Hand überträgt. Diese Person ist die eigentliche Schnittstelle.

Altsysteme ablösen

Der häufigste und unangenehmste Fall. Ein System läuft seit Jahren, tut was es soll, und niemand traut sich daran. Der Hersteller gibt es nicht mehr, die Dokumentation auch nicht, und das Wissen steckt in einer Person, die irgendwann in Pension geht.

Das lässt sich nicht in einem Zug ersetzen, und wer das verspricht, hat es noch nie gemacht. Was funktioniert: das alte System bleibt in Betrieb, während Teil für Teil danebengestellt wird. Zuerst der Teil, der am meisten weh tut. Erst wenn der neue Teil nachweislich das Gleiche kann, wird umgeschaltet.

Der Aufwand liegt dabei fast nie im Nachbauen der Funktionen. Er liegt darin, herauszufinden, was das alte System eigentlich tut. Dafür ist Zeit einzuplanen, und zwar ehrlich.

Wie wir vorgehen

Verstehen, bevor geschätzt wird. Eine Schätzung ohne Bestandsaufnahme ist geraten. Wir machen sie trotzdem, aber wir sagen dazu, worauf sie beruht und wo sie kippen kann.

Die kleinste nützliche Fassung zuerst. Nicht als Sparmaßnahme, sondern weil sich die wichtigsten Erkenntnisse erst am laufenden System zeigen. Was Sie früh in der Hand halten, können Sie früh korrigieren.

Früh herzeigen, oft herzeigen. Alle zwei Wochen etwas zum Anfassen, keine Fortschrittsberichte in Prozent.

Übergeben, ohne Fußangeln. Code, Zugänge, Dokumentation und die Umgebung zum Bauen gehören Ihnen. Sie können damit zu jedem anderen Entwickler gehen. Abhängigkeit ist kein Geschäftsmodell.

Was es kostet

Individualsoftware kostet in aller Regel mehr als eine Lizenz und weniger als die Summe dessen, was das Herumarbeiten um ein unpassendes System jährlich verschlingt. Eine seriöse Zahl gibt es erst nach dem ersten Gespräch.

Was den Preis wirklich treibt, in dieser Reihenfolge:

Schnittstellen. Jedes System, mit dem gesprochen werden muss, ist ein eigenes kleines Vorhaben. Besonders, wenn es alt ist und keine dokumentierte Schnittstelle hat.

Datenübernahme. Gewachsene Daten sauber zu übernehmen ist oft der größte einzelne Posten. Nicht das Übertragen, sondern das Entscheiden, was mit widersprüchlichen Altdaten passiert.

Rollen und Rechte. Zwei Nutzer mit denselben Rechten sind einfach. Fünf Rollen mit Freigabestufen sind es nicht.

Nicht der Umfang der Oberfläche. Bildschirme sind der sichtbarste, aber selten der teuerste Teil.

Was wir zusagen: Was gerade läuft, was es kostet und was noch offen ist, steht schriftlich fest. Keine Überraschungen bei der Rechnung.

Was danach passiert

Software, die benutzt wird, ändert sich. Wir bleiben für Anpassungen erreichbar, aber Sie sind nicht darauf angewiesen: der Code liegt bei Ihnen, dokumentiert und in einem gängigen Stack, nicht in einer Eigenkonstruktion, die nur wir verstehen.

Was wir auch sagen, wenn es so ist: dass eine gewünschte Erweiterung sich nicht rechnet.

Klingt das nach Ihrer Lage?

Dann reden wir 30 Minuten darüber. Kostet nichts, und danach wissen Sie, ob sich das rechnet oder ob es günstigere Wege gibt.

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