Datenschutz digital vs. Papier
Ein Aktenschrank mit Patientenunterlagen wirkt sicherer als eine Cloud-Datenbank. Das Gefühl täuscht, und zwar systematisch.
Papier lässt sich nicht durchsuchen, das stimmt. Aber es lässt sich auch nicht abschließen mit einer Zugriffsprotokollierung, nicht automatisch löschen nach Fristablauf, und niemand merkt, wenn abends kurz jemand hineinschaut, der es nicht sollte. Digital wäre genau das nachvollziehbar. Papier verschweigt es einfach.
Der eigentliche Unterschied ist nicht Papier gegen Bildschirm. Er ist: Kann ich im Zweifel beweisen, wer wann worauf zugegriffen hat, oder kann ich es nur glauben?
Die meisten Praxen würden bei dieser Frage vermutlich schlechter abschneiden als ihre eigene Praxissoftware, der sie gerade deshalb misstrauen. Nur merkt es keiner, weil niemand das Papier prüft.
Wie sicher ist eure Aktenablage wirklich, verglichen mit dem, was ihr digital für unsicher haltet?
Zuerst veröffentlicht auf LinkedIn, .
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